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Dienstag, 24. März 2020

zwölfjährig.

Liebe Menschen um Luca!

Corona bringt vieles mit sich,
auch Chancen:

Heute schreibt das Dominikus-Ringeisen-Werk, 
zu dem auch die Einrichtung "Haus Christophorus" gehört, 
in dem Luca lebt, auf Facebook:

Die nötigen Ausgangsbeschränkungen des bayerischen Freistaates
treffen besonders auch die behinderten Bewohnerinnen und Bewohner 
im Dominikus-Ringeisen-Werk. 
Die Werkstätten, Förderstätten und Seniorenstätten sind geschlossen, 
alle freizeitlichen und religiösen Veranstaltungen sind abgesagt. 
Rund 2.000 Menschen mit Behinderungen sitzen jetzt in ihren Wohngruppen. 
„Es ist eine schwierige Zeit für unsere Bewohner,“ 
sagt Religionspädagoge Martin Dietmaier-Koch aus Ursberg. 
„So langsam macht sich der Lagerkoller breit, 
da auch keine Verwandten und Freunde mehr 
die Einrichtungen betreten dürfen.“ 
Mit viel Kreativität versuchen die Mitarbeiter all das aufzufangen, 
aber es fehlen die gewohnten sozialen Kontakte zur Außenwelt. 
Daher hat Dietmaier-Koch eine dringende Bitte: 
„Bitte helfen Sie uns. 
Schicken Sie und Ihre Kinder uns aufmunternde Briefe oder Bilder, 
damit unsere Bewohner wissen, dass Sie in dieser Zeit nicht alleine sind.“
Die Briefe schicken Sie bitte an: 

Dominikus-Ringeisen-Werk, 
Stichwort: „Ein Bild für Dich“, 
Klosterhof 2, 
86513 Ursberg 

oder per Mail an webmaster@drw.de. 
Herzlichen Dank!




Heute ist Luca zwölf Jahre alt.

Grund genug für viel Post an ihn!
Machen Sie mit!
Nutzen Sie die Aufforderung
und schreiben Sie ihm an die o.g. Adresse!



Sonnige Grüße von uns,
du großer Junge!
Wir freuen uns,
wenn die Tür aufgeht!


Wie gut,
dass ihr einen Garten habt im Haus Christophorus!
Bleibe gesund!


*

Sonntag, 24. März 2019

Und wieder Geburtstag.


Heute ist Luca elf Jahre alt.
Ich weiß nicht, wie er aktuell aussieht.
Ich halte Kontakt zu seiner Vormündin beim Jugendamt.
Ihr schicke ich das Päckchen zu seinem Geburtstag.
Ich denke, beim nächsten Kontakt wird er es mit ihr auspacken.
Ich überweise monatlich Taschengeld an die Einrichtung,
in der Luca lebt, damit er ein bisschen Spielraum hat
für seine Bedürfnisse.
Ich frage immer wieder nach,
ob ich ihn besuchen darf.

Vergangene Woche habe ich Kindern aus einem Buch vorgelesen:
"Das war der Hirbel" von Peter Härtling.
Manches hat sich sicher geändert,
was das Leben von Kindern in Heimen betrifft.

Manches auch nicht.


Samstag, 24. März 2018

Tauwetter erwartet


Heute ist Luca zehn Jahre alt.
Seit über fünf Jahren versuchen wir,
ihm Anschluss an die vier Jahre seiner frühen Kindheit zu ermöglichen,
die er bei uns verbracht hat.

Nachdem Elternwille und Rechtsprechung
sein Leben kindeswohlgefährdend unterbrochen hatten,
war er so traumatisiert,
dass ein Psychiatrieaufenthalt nötig wurde.
Danach kam er in ein Heim,
wo er seitdem lebt
und vormundschaftlich durch das Jugendamt betreut wird.

Im Jahr 2015 durfte ich ihn einige Male dort besuchen,
und er wäre gerne einfach mit mir nach Hause gefahren.

Anfang 2017 durfte er mit mir einmal telefonieren
und hatte sehr viele Fragen.

Päckchen schicken wir zum Vormund ins Jugendamt,
wo Luca sie auspacken darf.







Montag, 17. April 2017

Fensterplatz



Nicht an einem 17. April, 
aber an einem Ostermontag 
ist Luca geboren. 
Dieses Jahr wurde er neun. 



Donnerstag, 24. März 2016

Geschenk



Lieber Luca,

heute hast du Geburtstag:
acht Jahre bist du!

Als ich dich besuchte im letzten Jahr,
haben wir auch viel zusammen gelesen.
Und einmal wolltest du mir vorlesen,
die "Steinsuppe", die du längst auswendig konntest,
auch schon, als du vier warst.

Nun schenke ich heute an deinem achten Geburtstag
allen, die hier lesen und an dich denken,
diese Aufnahme mitsamt deinem wundervollen Lachen!


"Wo soll ich sie hinterlassen, hinauspusten, hineinbeten, überbringen, untermalen, 
meine Glückwünsche für Luca, 
für das ferne, nahe Geburtstagskind? 
Ich hoffe, der starke, grüne Engel tue das Seine, 
segne dieses junge Leben, das so anders verläuft, 
als liebendes Menschenherz und denkender Menschenverstand 
es ihm wünschen würde. 
Mögen unsere Fragezeichen sich für ihn in Flügel verwandeln, 
immer wieder, und heute ganz besonders!"

Gabriela





Montag, 24. März 2014

Auf dein Recht, Kind!



Heute hat das HerzBaumKind Geburtstag:
Es wird sechs Jahre alt.
Seine ersten vier Geburtstage,
außer dem Tag seiner Geburt am 24.3.2008,
hat er bei uns, seiner Pflegefamilie, gefeiert.
Hier hat er seine Wurzeln in die Erde gestreckt,
Kraft und Nahrung gesammelt,
sein Stämmchen wuchs gerade auf,
seine Äste und Zweige reckten sich neugierig in die Welt.
Offen und frei bewegte er sich auf die Menschen zu,
wissbegierig erkundete er die Welt um sich,
eingehüllt in die Lebensluft seiner sozialen Familie,
lebensfroh im Hin- und Herströmen der Liebe.


Bei seiner Herkunftsfamilie lebte er während seiner ersten vier Lebenswochen;
die weitere Zeit, bis er mit acht Monaten zu uns kam,
musste er schwer krank in verschiedenen Krankenhäusern verbringen.

Sein Aufblühen, das Überwinden der Krankheit,
der neu geschöpfte Lebensatem,
Überlebensatem,
die vier Jahre seines Lebens bei uns,
seines Gedeihens
und nicht zuletzt seines Rechtes darauf,
dass seine Bindungen an uns, seine soziale Familie, geschützt würden,
ließen uns für ihn kämpfen und für sein Recht, bei uns bleiben zu dürfen.

Doch das Recht war nicht auf des Kindes und unserer Seite.

Das Recht holte ihn am 25. Oktober 2012 unangekündigt ab,
auf der Straße vor unserem Haus,
mitten aus seinem Leben,
weg von seinen liebsten Menschen.

Das Recht brachte ihn in eine andere Pflegefamilie,
ohne Abschied, ohne irgendein persönliches Eigentum.
Das Recht brachte ihn zwei Monate später in seine Herkunftsfamilie,
in deren System das Kind nie gelebt hatte.

Die Familie zog bald darauf nach Kaufbeuren.

Wir stellten einen Antrag beim Amtsgericht Kaufbeuren,
dass das Kind zu uns Kontakt haben dürfe.
Das Recht hielt das für nicht dem Kindeswohl dienlich.
Gleichwohl stellte das Recht in Kaufbeuren schriftlich fest,
dass das Kind traumatisiert sei und starke Verhaltensauffälligkeiten zeige;
und das noch Monate nach der sogenannten Rückführung.


Wir haben auf das Schicksal des Kindes aufmerksam gemacht
durch Berichte in der Zeitung,
durch einen Bericht in der Landesschau,
durch eine Petition beim Bürgerbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz
und schließlich durch eine Anzeige beim Staatsanwalt,
da das Jugendamt Rhein-Pfalz-Kreis noch per Vormund zuständig dafür war,
wie es dem Kind nach seiner Rückführung in Kaufbeuren erging,
diese Fürsorgepflicht jedoch verletzte.

Die verschiedenen Organe des Rechtssystems,
die bei der Durchführung und der nachträglichen Beurteilung dessen,
wie hier mit dem damals vierjährigen Kind  verfahren wurde, beteiligt waren,
begründeten sich gegenseitig,
dass sie zum Wohle des Kindes entschieden hätten.

Wir, die wir in der Entwurzelung des Kindes,
das seine gesamte frühkindliche Sozialisation in unserer Familie erlebt hatte,
eine wissentliche Kindeswohlgefährdung sahen,
wurden nicht gehört und als unprofessionell bezeichnet.


 ♥

Das ist die Wahrheit,
und heute, an diesem 6. Geburtstag,
schreibe ich sie erneut auf für dich, Kind.


  ♥

 Auf dein Recht, 
Kind !


 ♥







Sonntag, 24. März 2013