Nehmen wir an, die leiblichen Eltern des Kindes nehmen aus verschiedenen Gründen nur in geringem Maß an dieser intensiven Lebensphase ihres Kindes teil.
Nehmen wir an, den behandelnden Ärzten und den das Kind versorgenden Schwestern und Pflegern fällt diese Abwesenheit sowie das geringe Einfühlungsvermögen der Eltern bei den seltenen Besuchen so stark auf, dass sie das Jugendamt darüber informieren.
Nehmen wir an, das Jugendamt nimmt fürsorglich dieses Kind in Obhut und bringt es in eine erfahrene Pflegefamilie.
Nehmen wir an, das Kind beginnt in der Pflegefamilie, sein intensivmedizinisches Leben einzutauschen gegen intensives Beziehungsleben, wodurch es recht eigentlich erst anfängt zu leben und gedeihender fröhlicher Säugling zu sein.
Nehmen wir an, man denkt, das Kind sei ein Auto, das man nach erfolgter Reparatur zurück in die Herkunftsgarage bringt.
Nehmen wir mal an...
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In wenigen Minuten alles gesagt über die Mängel und Vergehen im Pflegekinderwesen hat
Professor Dr. Ludwig Salgo, Stiftung zum Wohl des Pflegekinds, in diesem Interview.
Den Film zum Interview gibt es hier: "Familie auf Abruf - ein Zuhause für Pflegekinder".
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