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Mittwoch, 29. April 2015

Alles was recht ist!


Nach dem Verschwinden des Kindes am 25. Oktober 2012
sammelten wir Unterschriften für eine Petition
und reichten sie beim Bürgerbeaufragten des Landes Rheinland-Pfalz ein:

Für Schutz und Erhalt der Bindungen unseres Pflegekindes an uns, 
seine soziale Familie!

Es gab mehrere Briefwechsel und Stellungnahmen;
schließlich auch die des Petitionsausschusses des Landtages.

"Auch unter Berücksichtigung der Besonderheiten Ihres Einzelfalles
war eine Regelung in Ihrem Sinne nicht möglich."

Wir haben dennoch die Unterzeichner der Petition fortlaufend
über unser weiteres Vorgehen und die folgenden Ereignisse informiert.


Gestern nun informierten wir den Bürgerbeauftragten darüber,
wie die "Besonderheiten" unseres "Einzelfalles" verlaufen sind bis heute...





Das Kind schreibt:


Lieber Herr Bürgerbeauftragter,
ich weiß gar nicht, wer du bist,
aber du hast was von mir geschrieben.
Weißt du, wer ich bin?





Liebe Frauen vom Jugendamt,
liebe Richter,
ich weiß gar nicht, wer ihr seid,
aber ihr habt was von mir geschrieben.
Wisst ihr, wer ich bin? 





Ihr schreibt von einem Anliegen.
Wisst ihr, was mein Herzensanliegen ist? 





Ihr schreibt von einer Angelegenheit.
Wisst ihr, wo ich anlegen will?




Ihr schreibt von Gesetzen.
Wisst ihr, wo ich sitzen will?




Ihr schreibt von Kindeswohl.
Wisst ihr, wo es mir am allerwohlsten auf der Welt war?

- - - - - - -

Ihr wollt die Bestimmer sein.
Hört ihr meine Stimme???




Fotos: Spaziergang um Edenkoben/Pfalz mit Blick auf das Hambacher Schloss


 






Donnerstag, 10. Oktober 2013

Zwei Briefe:





Am 26.09.2013 schreibt der Bürgerbeauftragte:

Sehr geehrte Frau Rabenschlag,
inzwischen hat ihre Eingabe dem Petitionsausschuss des Landtags vorgelegen.
Dieser hat sich in seiner Sitzung vom 10.09.2013 eingehend damit befasst
und abschließend festgestellt,
dass Ihrem Anliegen nicht entsprochen werden kann .

Die Gründe dafür,
denen sich der Petitionsausschuss bei seiner Entscheidung angeschlossen hat,
habe ich Ihnen bereits mit Schreiben vom 07.01. und 25.02.2013 mitgeteilt.
Hierauf möchte ich Bezug nehmen.

Auch der Petitionsausschuss sah nach der nochmaligen Überprüfung Ihrer Angelegenheit
keine Möglichkeit für eine einvernehmliche Lösung.

Bitte verstehen Sie, dass ich Ihnen keinen anderen Bescheid geben kann.
Auch unter Berücksichtigung der Besonderheiten Ihres Einzelfalles
war eine Regelung in Ihrem Sinne nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Burgard


 *

Das Kind schreibt:

Lieber Herr Burgard,
ich weiß gar nicht, wer du bist,
aber du hast was von mir geschrieben.
Weißt du, wer ich bin?

Liebe Frauen vom Jugendamt,
liebe Richter,
ich weiß gar nicht, wer ihr seid,
aber ihr habt was von mir geschrieben.
Wisst ihr, wer ich bin?

Ihr schreibt von einem Anliegen.
Wisst ihr, was mein Herzensanliegen ist?

Ihr schreibt von einer Angelegenheit.
Wisst ihr, wo ich anlegen will?

Ihr schreibt von Gesetzen.
Wisst ihr, wo ich sitzen will?

Ihr schreibt von Kindeswohl.
Wisst ihr, wo es mir am allerwohlsten auf der Welt war?

Ihr wollt die Bestimmer sein.
Hört ihr meine Stimme???





*

Montag, 26. August 2013

Siebenhundertsiebenundsiebzig Stimmen...

...sind es heute in unserer Petition geworden!


Die bringen wir im Korb zum Petitionsausschuss, der möglicherweise nach der dreimonatigen Sommerpause schon bald seine Arbeit wieder aufnehmen wird...








Mittwoch, 31. Juli 2013

"Wenn alle Brünnlein fließen..."

Nachdem über den direkten schriftlichen Kontakt an das Jugendamt und die Herkunftseltern keine Möglichkeit geschaffen worden war, dass das Kind mit uns, seiner sozialen Familie, weiterhin Kontakt haben konnte, nachdem Päckchen, die wir ihm zu Ostern und zum Geburtstag im März schickten, ungeöffnet zurückkamen, beantragte unsere Anwältin im April beim Amtsgericht Speyer den Umgang.
Dadurch erfuhren wir, dass die Herkunftsfamilie mit dem Kind nach Bayern verzogen war.
Am 21. Mai 2013 stellte unsere Anwältin den Antrag auf Umgang daher beim jetzt zuständigen bayerischen Amtsgericht.
Am 17. Juni 2013 ging ein Schreiben des Anwaltes der Herkunftseltern bei unserer Anwältin ein.
Am 26. Juni 2013 schrieb unsere Anwältin eine weitere Stellungnahme an das bayerische Amtsgericht.
Am 30. Juli 2013 fragte sie beim Amtsgericht nach und erhielt die Auskunft, dass die Akte auf Wiedervorlage angemahnt sei für den 5.8.2013. Das Gericht habe bereits mehrfach beim Jugendamt Rhein-Pfalz-Kreis den Jugendamtsbericht angefordert. Man teilte dem Gericht lediglich mit, dass man mit der Erstellung der Berichte nicht nachkomme.

Was die Petition betrifft, sind wir noch auf dem Auskunftsstand vom 5. Juni 3013, wo es im Schreiben des Bürgerbeauftragten heißt:
"Ich werde daher Ihre Eingabe nunmehr gemäß den für mich geltenden Vorschriften dem Petitionsausschuss des Landtags Rheinland-Pfalz zur abschließenden Beratung und Entscheidung vorlegen. Über die Entscheidung des Ausschusses werde ich Sie unaufgefordert unterrichten."
Unsere letzte Stellungnahme zur Petition ist hier zu finden.







*




Samstag, 8. Juni 2013

Blütentag



5. Juni 2013

Sehr geehrte Frau Rabenschlag,

ich danke für Ihr weiteres Schreiben vom 03.06.2013, dem ich entnehme, dass Sie unabhängig von dem Übergang der Zuständigkeit auf ein Jugendamt außerhalb des Landes Rheinland-Pfalz nach wie vor die Vorgehensweise der Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises beanstanden.

Ich werde daher Ihre Eingabe nunmehr gemäß den für mich geltenden Vorschriften dem Petitionsausschuss des Landtags Rheinland-Pfalz zur abschließenden Beratung und Entscheidung vorlegen. Über die Entscheidung des Ausschusses werde ich sie unaufgefordert unterrichten.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Burgard




*





Montag, 13. Mai 2013

Wie aus einem Munde...

... sprechen die Menschen, Kind, die unsere Petition unterschrieben haben:


Das Verhalten des Jugendamtes und des zuständigen Gerichtes ist ein Unding und eines Rechtsstaates unwürdig. Selbst bei der schlimmstmöglichen Annahme (Kindesmisshandlung) wäre es inakzeptabel, dass alle Behörden Anfragen derart blockieren. Ich bekomme Angst um meine eigenen Kinder - kann man mir die auch einfach wegnehmen und egal was ich tue laufe ich gegen Mauern aus Schweigen an? Ich finde, die Verantwortlichen gehören zur Rechenschaft gezogen und es sollte sichergestellt werden, dass sie zukünftig keinen solchen enormen Schaden mehr anrichten können. Umso grösser die Macht (Gericht, Jugendamt) umso härter sollten die Strafen bei Missbrauch oder unverantwortlichem Einsatz selbiger sein.

Ich hoffe inständig das in einem demokratische Rechtsstaat endlich die Rechte eines 4 jährigen Kindes Beachtung finden. "Von Amts wegen" scheint man diese mit Füßen zu treten . Eine Willkür die mir Angst macht. Kämpfen Sie mit all Ihrer Kraft gegen diese Machtkämpfe und Profilierungssüchte des Amtes... Die Familie hat meine Unterstützung und meinen ehrlichen und tiefen Respekt!

Es ist unfassbar aber leider wahr. Werden hier Jugendämter schon zu Entführern? Was ist los in diesem Ländle. Ich hoffe die Petition bringt was. Hier gilt es zu kämpfen für das "Wohl des Kindes." Nicht locker lassen.

Es ist grauenvoll. zu hören, was in diesem unserem Land passiert...Es ist ungerecht, wie geurteilt wird über Menschen, die ihr Herzblut für eine gute Sache hergeben und einfach so ignoriert werden, von Gesetzen, Leuten, die einfach mal wieder am längeren Hebel sitzen zu scheinen...

Ich kenne diesen Jungen und weiß über seine Sensibilität und kenne seine Geschichte. Meine Meinung: dies ist nur eine Geldfrage der leiblichen Eltern.




Kenne die Pflegefamilie und den kleinen L. persönlich und bin tief betroffen, das er nun doch das verlassen musste, was für ihn sein Zuhause ist. Mein Mann und ich hoffen, das L. zurückkehren kann und das für die zu verantwortlichen Stellen zum Schluss doch gilt...zum Wohl und im Interesse des Kindes....

Ich finde das echt traurig,das man dass Kind einfach aus seiner gewohnten Umgebung rauszieht obwohl es ihm gut geht, Die Ämter sollen sich um Kinder kümmern denen es wirklich schlecht geht und dann ein neues zuhause finden.Aber ich hoffe für die Familie das sie ihr pflegekind zurück bekommen damit der kleine wieder in seinemzuhause Leben kann wo er seine ersten Lebensjahres aufgewachsen ist.viel Glück

Unsere Gesetzgebung ermöglicht im Sinne des Kindes zu entscheiden. Wer erkennt wie wichtig die ersten Jahre für die Entwicklung eines Kindes sind kann nicht nachvollziehen wie so man sich gegen den Verbleib bei Frau Rabenschlag entschieden hat. Die Art und Weise der Wegnahme nicht nachvollziehbar. Man ist sich offensichtlich nicht im Klaren was eine solche Vorgehensweise für die seelische Entwicklung eines Kindes bedeutet.




Kinder sind keine Versuchsobjekte. Kinder brauchen gleichbleibende Verhältnisse, einen Rhythmus, um eine natürliche Bindungsfähigkeit zu entwickeln. Das gibt Menschen Sicherheit und Halt, um im Leben einen Weg zu wählen, der weniger von Existenzängsten begleitet ist!

Eine solche Handlungsweise eines Jugendamtes ist unglaublich und nicht nachvollziehbar. Wir leben in einer Demokratie der mündigen Bürger und nicht in einem Land mit vormundschaftlichen Behörden!

Es ist unfassbar! Wie eine Familie der Wilkür der Behörden ausgesetzt ist. Der Junge kann nicht für sich sprechen, er hat eine liebende Pflegefamilie, was Besseres kann ihm nicht passieren. Warum trennt man ihn bereits seit Oktober(!!!!) letzten Jahres??? Es ist unfassbar, ich kann es nicht begreifen. Ich bete für den kleinen L.

Weil ich selber Pflegemutter bin und die Bindung zwischen mir und meinen Kindern so eng ist das es für sie sehr traumatisierend währe wenn sie mich verlieren würden.

Weil die Willkür des Staates und seiner "Vertreter" endlich gebrochen werden muß !!! Es kann nicht sein dass nach "Schema F" und eigenem "Gusto" dieser auf Paragraphen hockenden Schreibtischtäterinnen und Tätern in den Amtstuben mit Lebewesen so umgegangen wird ! Aus Bequemlichkeit, Unkenntnis und vorgeschobenem "Personalmangel", "Systemumstellungen" oder "Wechsel des Sachbearbeiters" wird Menschen - und Tieren - entweder gar nicht geholfen oder es wird - wie in diesem Fall - radikal zugeschlagen ! Armes bürokratisiertes Deutschland !




Das ist so furchtbar für ein kleines Kind, es fühlt sich doch abgeschoben von seinen Pflegeeltern und allein gelassen weil seine Herkunftsfamilie kennt er doch gar nicht die sind fremd für ihn. Die Jugendämter müssten mehr kontrolliert werden. Sie sollen zum Schutz der Kinder handeln aber machen oft das Gegenteil. Armes kleines Schätzchen hoffentlich wird wieder alles gut und er kommt zurück!!!

Wir waren knapp drei Jahre in einer ähnlichen Situation, unsere PT hatte zum Schluss Glück und durfte bei uns bleiben. Die Willkür von Gutachtern, JA und Gerichten ist unvorstellbar! !Aber laut deren Aussage alles zum Wohle des Kindes! Unfassbar

als Pflegefamilie sind wir besonders sensibilisiert, wie soll der Kleine in seinem Leben jemals wieder Vertrauen können, dieses die traumatische Erleben wird ihn sein ganzes Leben belasten - wir beten für seine kleine verletzte Seele.

Kann man so grausam sein? Ich verstehe unsere Ämter nicht. Arbeiten dort keine Menschen mit Kindern? Würden Sie zulassen, dass eine wildfremde Person ihr Kind einfach so mitnimmt? Ohne Erklärung, ohne alles? Wer nur einmal das Kuscheltier seines Kindes gesucht hat, weiss welchen Kummer allein solch ein Verlust machen kann und dann reisst man ein vierjähriges Kind aus einer vertrauten - für ihn sicheren Umgebung - ohne jeglichen Halt. Grausam! So darf man mit Menschen nicht umgehen und schon gar nicht mit Kindern. Leider ist das nicht die einzigste Horrorstorie die ich vom Jugendamt in Ludwigshafen mitbekommen habe. Dort geht es scheinbar wirklich nicht ums Kindeswohl.




Beurteilung der Vorgänge mit dem Jugendamt für mich nur aus der Schilderung der Pflegemutter möglich aber absolut glaubhaft, da sachlich und nicht emotional. Die Entwicklung von L. während des Aufenthaltes in der Pflegefamilie war stets sehr positiv mit zunehmender "Normalisierung" des Verhaltens und der Entwicklung.

Das Thema liegt mir am Herzen, da die langfristige Bindung des Kindes an die Pflegemütter und deren Engagement aus meiner Sicht missachtet wurde und das Kind ohne Verabschiedung geschweige denn Erklärungen seitens der sozialen Familie aus dieser entfernt wurde.

Wie kann das Jugendamt von Erhaltung des Kindeswohls sprechen, wenn das besagte Kind auf offener Strasse ohne Vorwahrnung in ein, ihm vollkommen fremdes, Auto gesetzt wird. Mit Menschen die nicht seine Bezugspersonen sind? Was ist mit dem Menschen los, der so etwas veranlasst? Und das unter dem Deckmantel das Kindeswohl zu sichern... Das kann doch nicht richtig sein!!!

Ich drücke Ihrem kleinen Sohn ganz fest die Daumen - bei 4 Jahren mag ich von einem Pflegekind gar nicht mehr sprechen -, dass in seinem Wohl gehandelt wird. Man mag sich nicht vorstellen, was in L. aufgrund dieser traumatischen Erlebnisse vorgeht. Das ist erschütternd.




Ich bin selbst Mutter zweier Kinder und weiß, wie wichtig Sicherheit und Stabilität für ein Kind sind, ebenso wie feste und verlässliche Bezugspersonen. Ich befürchte, dass das oben benannte Kind durch die geschilderte Wegnahme von den Pflegeeltern massive seelische sowie Bindungsstörungen davontragen wird, wenn die Situation nicht schnellstmöglich und zu Gunsten der Bindung zwischen Pflegeeltern und -kind geklärt wird. Ich finde die abrupte Trennung von den Pflegeeltern psychologisch sehr bedenklich.

Was geht nur laufend schief hier in Deutschland??? Kinder verhungern, werden zu Tode misshandelt, vernachlässigt...hinterher ist das Geschreie immer groß! ICH würde meine Familie nicht mehr als Pflegefamilie zur Verfügung stellen, so viel Leid nun, ja nicht nur für den kleinen L, auch Pflegeeltern und -geschwister sind doch plötzlich amputiert! Ich drücke die Daumen, dass es ein glückliches Ende in dieser Sache gibt. Und wichtig ist mir das Thema, weil ich selber Mutter von sieben Kindern bin und mich mit dem Gedanken trage Pflegemutter zu werden, wenn ich das allerdings lese....oder höre....

Einfach entsetzlich, wie da ein Kind aus beamtlicher Willkür heraus mutwillig traumatisiert wird. Ich habe selbst vier Kinder, eines davon im Alter des Jungen, sowie Bekannte mit einem gleichaltrigen Pflegekind. Der Gedanke, daß eines von ihnen ohne Vorwarnung aus seiner Familie und der vertrauten Umgebung gerissen wird, wie man es diesem Kind gerade antut, ist unvorstellbar. Es kann nicht sein, daß ein Rechtsstaat eine solche Vorgehensweise nicht nur toleriert sondern auch sanktioniert. Ich fordere diejenigen, in deren Macht es steht, auf, für die baldigstmögliche Rückkehr des Jungen in seine soziale Familie zu sorgen. Mfg

Ich war selbst Pflegekind und weiß, wie grausam es ist, wenn wildfremde Menschen die falsche Entscheidung über einen treffen. Bitte gebt diesem Jungen sein Zuhause und seine ihn liebenden Bezugspersonen zurück! Er hat mehr als genug durchmachen müssen.

Ich kann kaum glauben, dass so etwas in unserem Land geschehen kann. Wie können Gerichte und Jugendamtsmitarbeiter das Kindeswohl so mit Füßen treten? Welche emotionale Verarmung herrscht denn da in unseren Ämtern vor? (Und das dann auch noch alles von Steuergeldern finanziert ;-()

Weil ich ein Kind in dem Alter habe und es mir nicht vorstellen kann dass eine derartige Inobhutnahme irgendwie förderlich sein kann für ein Kind. Das Jungendamt leistet so oft gute und nötige Hilfe,aber das scheint mir eine Überreaktion und im besten Fall ein furchtbares Missverständnis. Dass ein Junge in Deutschland zum Spielball der Behödern werden kann mag ich mir nicht ausmalen.

Ich habe das Kind persönlich kennengelernt und seine überaus positive Entwicklung in der Pflegefamilie gesehen. Wir hatten selbst Pflegekinder. Die Handlungsweise des Jugendamtes widerspricht allen Regeln, da kein Notfall für das Kind vorlag. Für das Kind ein absoluter Albtraum!!! Ein unverantwortliches Vorgehen.




Ich kann nicht aufhören zu weinen

Kein Kind hat es verdient, so Schlimmes erleben zu müssen! Warum reißt man ein Kind aus einer liebevollen Pflegefamilie? Hat es nicht schon genug gelitten? Ja, weil ich selbst als Kind *Schlimmes* erlebt habe...!

Ich kann weder die Entscheidung des Jugendamtes, noch des Gerichts nachvollziehen. In jedem Fall muss jedoch die Pflegefamilien umfassend informiert werden und zumindest ein persönlicher Kontakt zum Kind möglich sein!

Weil ich auch vom Jugendamt aus meiner Familie genommen wurde

Weil Handlungen von Jugendämter transparenter und nachvollziehbarer werden müssen und ich hier eine Rechfertigungsverantwortung der Behörde für dringend erforderlich halte.

Ich finde es Toll, dass Sie das öffentlich machen! Wir haben auch Pflegeelternseminare besucht und sind dann doch adoptiveltern geworden.Wenn Ich mir vorstelle , dass das Uns passiert wäre-mit einem Pflegekind-!Mir fehlt die Luft zum atmen bei diesem Gedanken!!! Wir wünschen gaaanz viel Kraft-Alles Liebe Familie S.






So viele Herzen für dich, Kind.
Wir sind sehr dankbar.

*


Alle Kommentare der Petition sind hier zu lesen.



*


Donnerstag, 25. April 2013

Offener Brief




Herrn
Dieter Burgard
Der Bürgerbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz
Kaiserstraße 32
55116 Mainz
                                                                                                                                            

E 2593/12 V.7.6 Hüt/es

Petition: Für Schutz und Erhalt der Bindungen unseres Pflegekindes L., an uns, seine soziale Familie!

Sehr geehrter Herr Burgard,
nahezu siebenhundert Menschen haben bisher diese Petition unterschrieben; Menschen, die das Kind und uns persönlich kennen und die mit Freude und Anteilnahme seine Entwicklung verfolgten und für die es fraglos in unsere Familie und unser Umfeld gehörte.                                                                                                                                
Das Kind kam als schwer kranker, sozial vernachlässigter Säugling zu uns. In seiner Herkunftsfamilie lebte es lediglich während seiner ersten vier Lebenswochen; das war im April 2008. Dann erkrankte es an Keuchhusten und Lungenentzündung gleichzeitig und wurde deswegen im Diakonissenkrankenhaus Speyer behandelt. Die Schwere der Erkrankung machte eine Verlegung auf die Intensivstation der Uniklinik Mannheim notwendig, wo das Kind von Ende April bis Anfang Juni 2008 im künstlichen Koma lag, angeschlossen an eine Maschine, die die Funktion seiner durch die Krankheit zerstörten Lunge ersetzte (ECMO). Danach wurde es bis Ende August 2008 auf der Kinderstation der Uniklinik Mannheim behandelt. Bereits in den Arztberichten dieser Zeit heißt es, dass seine Eltern es kaum besuchten, auch als es ihm sehr schlecht ging und es dem Sterben nahe war.
Ende August wurde es auf Wunsch der leiblichen Eltern nach Speyer ins Diakonissenkrankenhaus verlegt, wo es weitere vier Wochen behandelt wurde und auch dort kaum Kontakt zu den Herkunftseltern hatte.
Anfang Oktober ging seine leibliche Mutter mit dem Kind und drei Geschwistern nach Pirmasens ins Frauenhaus. Das Kind verbrachte diese Zeit in einem weiteren Krankenhaus, nämlich in Pirmasens. Am 11.11.2008 wurden das Kind und seine Geschwister durch das Jugendamt des Rhein-Pfalz-Kreises in Obhut genommen, das Kind in einem erbärmlichen Zustand ins St. Annastiftkrankenhaus in Ludwigshafen eingeliefert, von wo wir es am 21.11.2008 abholten. Von diesem Tag an bis zum 25.10.2012 lebte das Kind mehr und mehr gesundend in unserer Familie, nach und nach verringerten sich seine Symptome des Hospitalismus, seine Entwicklung nahm einen positiven Verlauf, was aufgrund der Vorgeschichte die Ärzte nicht wenig erstaunte. Dennoch ist es kein altersgemäß entwickeltes Kind.



„Für Schutz und Erhalt der Bindungen unseres Pflegekindes L., an uns, seine soziale Familie!“ – so heißt unsere Petition, die auch viele Menschen unterschrieben, die das Kind und uns gar nicht kennen, die aber vom Schicksal dieses Kindes angerührt wurden, Ähnliches erlebt hatten, sich in ihrem Rechtsstaatempfinden gekränkt fühlten oder keinem Kind einen solchen Lebensbruch wünschen, geschweige denn einem, das bereits unverwurzelte erste Lebensmonate erleben musste, dann über Jahre Fuß fasste, Ängstlichkeit überwand, Lebensvertrauen entwickelte und ein fröhliches Mitglied unserer Familie, des Freundeskreises und der Nachbarschaft wurde.
Eine Frau, die durch unsere Veröffentlichung im Internet auf die Geschichte aufmerksam geworden war, schilderte uns anonym ihr eigenes Schicksal als gezwungenermaßen rückgeführtes Kind. Auch sie hatte ihre eigentliche Lebensbindung zu ihrer Pflegemutter gefunden, litt eine schreckliche Kindheit lang unter dem Abbruch der Beziehung und konnte erst mit ihrer Volljährigkeit zu ihrer Pflegemutter zurückkehren, was ihr, wie sie schreibt, das Leben rettete.



Wir begleiten seit 1999 Pflegekinder auf ihren verschiedensten Wegen; wir sind Pädagogen von Beruf, haben jede eigene leibliche Kinder großgezogen; wir haben vier Jahre und davon unzählige wache Nächte mit dem Kind verbracht und dürfen mit Recht sagen, dass wir es am besten kennen und dass wir alles dafür getan haben, um ihm einen Abbruch seines Lebens hier bei uns zu ersparen.
Dennoch befanden – aus Gründen, die uns bis heute nicht bekannt sind oder genannt wurden – das Jugendamt Rhein-Pfalz-Kreis und das LuZIE, besser einschätzen zu können, dass es dem Wohl dieses Kindes entspreche, von uns, seiner sozialen Familie gewaltsam weggebracht zu werden.
Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes Bad Dürkheim bestätigte uns, dass eine solche „Inobhutnahme“, wie sie dem Kind am 25.10.2012 geschehen ist, nur dann gerechtfertigt ist, wenn Gefahr für das Leben des Kindes oder Fluchtgefahr besteht; das heißt, wenn zu befürchten ist, dass dem Kind ohne den sofortigen Zugriff des Jugendamtes Gewalt angetan wird oder die Bezugsperson mit dem Kind untertaucht.
Nichts davon war in diesem Fall gegeben, und wir verurteilen nach wie vor auf das Schärfste diese Vorgehensweise, bei der das Kind unter Vorgabe, zu einem Amtsarzt gebracht zu werden, auf der Straße in ein fremdes Auto gesetzt wurde. Eine Nachbarin, die ihren Hund ausführte sowie ein junger Mann, der vorbeikam, beobachteten die grausame Szene, die an eine Deportation erinnert. Verbal aggressiv wurde – hörbar für das weinende Kind – gedroht, dass man im Falle unseres Widerstandes „das große Besteck“ holen würde, ein uns bis dahin unbekannter Ausdruck, der bedeutete, die Polizei zu rufen.

Fragen Sie die Ärztin, Dr. med. Christel Petzschke in Ludwigshafen-Pfingstweide, bei der das Kind in Begleitung zweier ihm fremder Personen untersucht wurde, fragen Sie die Sprechstundenhilfen dort, fragen Sie die Pflegefamilie, in die es am Abend des 25.10.2012 verbracht wurde, wie sehr es geweint hat, wie sehr es gelitten hat unter der unbegreiflichen Situation!
Fragen Sie das Jugendamt des Rhein-Pfalz-Kreises, warum es nicht wenigstens gleich zu seinen leiblichen Eltern gebracht wurde! Laut Aussagen der Mitarbeiterinnen hatte es bereits ein so gutes Verhältnis zu seinen leiblichen Eltern. Warum musste es dann acht Wochen lang bis zum 21.12.2012 in einer ganz fremden Familie leben?

Am 1.10.2012, als die forcierte Rückführungsaktion angelaufen war und das Kind plötzlich acht Stunden in fremder Umgebung bei seinen leiblichen Eltern verbringen musste, kam es von dort völlig verweint zurück. Es hatte dort nicht Wasser lassen wollen und musste dringend Pipi, was alles dafür spricht, wie wenig vertraut es dort war.

Am 5.10.2012 fand eine MRT-Untersuchung im St. Annstiftkrankenhaus in Ludwigshafen statt. Folgendes schreibt der aufnehmende Arzt im Bericht:
„Auf Grund der Bemühungen L.'s leiblicher Eltern, ihren Sohn zurück zu bekommen, war von seiten der betreuenden Einrichtung (= LuZIE) deren Präsenz bei Aufnahme und anschließender Befundbesprechung erwünscht.
Bei Aufnahme zeigte sich L. bei Hinzukommen der leiblichen Eltern deutlich verängstigt und panisch.
Er klammerte sich im Folgenden andauernd an seine Pflegemutter und ließ sich nicht mehr beruhigen.
Daher wurde das Aufnahmegespräch vorzeitig beendet.
Wir teilten dieses Verhalten und unsere Bedenken gegenüber einer erneuten Konfrontation der zuständigen Mitarbeiterin des Jugendamtes mit. Es wurde hierauf vereinbart, dass bei der Befundmitteilung auf L.'s Anwesenheit verzichtet wird."

Spätestens hier hätte eine professionelle Handhabe die korrigierte Stellungnahme an das Oberlandesgericht erfordert.

Die Rechtsanwältin und Mediatorin Sigrid Pruss  beschreibt es so:
"Die Rückführung des Kindes aus der Pflegefamilie in die Herkunftsfamilie ist in der zentralen Vorschrift des § 1632 Abs. 4 BGB geregelt. Diese Vorschrift ist mithin eine Schutzvorschrift für Pflegekinder, die sich in Dauerpflege befinden und die in ihrer Entwicklung unter Umständen deshalb gefährdet werden könnten, weil ihre Eltern sie aus der Pflegefamilie herausnehmen wollen. Nach dem Zweck dieser Vorschrift sollen Pflegekinder geschützt werden, die seit längerer Zeit in einer Pflegefamilie sind. Der Zeitbegriff ist insoweit nicht absolut zu verstehen, sondern kinderpsychologisch, das heißt, es gilt ein relativer, an der Erlebnisverarbeitung von Kindern orientierter Zeitbegriff. Es kommt darauf an, ob die Pflegezeit dazu geführt hat, dass das Kind seine Bezugswelt in der Pflegefamilie gefunden hat und deshalb die Herausnahme zu diesem Zeitpunkt die Gefahr schwerwiegender psychischer Schäden mit sich brächte. Das Kind muss mithin eine tragfähige Beziehung in der Pflegefamilie entwickelt haben. Maßgeblich ist, dass das kindliche Zeitempfinden an die Möglichkeit und Geschwindigkeit von Bedürfnisbefriedigung gebunden ist, die das Kind als notwendig und zufriedenstellend empfindet...
Bei einem älteren Kind kann eine Herausnahme nach sechs Monaten möglich sein, während für ein einjähriges Kind sechs Monate sehr lang sein können. Die Rechtsprechung ist in diesen Zeitabschnitten sehr unterschiedlich gelagert. 18 Monate sind jedoch eine lange Zeit, wenn das Kind die ganze Zeit bei Pflegeeltern verbracht hat, vgl. Ffm FamRZ 04, 720." (http://www.berliner-kanzleien.com)




Es gibt sehr viele ungeklärte Fragen in dieser Angelegenheit, auf die das Jugendamt bzw. die Darstellung des LuZIE vom 25.01.2012 überhaupt nicht eingeht, die aber unserem Schreiben vom 10.1.2012 zu entnehmen sind und die wir nicht alle wiederholen möchten. Die Stellungnahme der Mitarbeiterin des LuZIE spiegelt exakt den Verlauf der gesamten Angelegenheit wieder, nämlich das Nichtwahrnehmenwollen vorliegender Tatsachen, selbst wenn sie, wie in unserem Brief vom 10.1.2012, schriftlich vorliegen. 
Das Kind weist als „Fall“ für das Jugendamt mehr als ausreichend Kriterien auf, die gerade bei ihm eine Rückführung ausschließen; so hatte das Jugendamt Rhein-Pfalz-Kreis bereits argumentiert in der Zeit, bevor durch Umstrukturierung der Pflegekinderdienst vom LuZIE übernommen wurde. Die besondere Vorgeschichte, das Alter des Kindes bei der Unterbringung in der Pflegefamilie, die für ein Kleinkind besonders lange Zeit des Pflegeverhälnisses wurden schlichtweg ignoriert. Ein Plan wurde erstellt, in den das Kind passen und dem wir als Pflegefamilie uns gegen unser besseres Wissen unterordnen sollten. Dafür, dass wir uns auflehnten gegen den Plan, wurde das Kind mit einem zweiten Abbruch – gravierender noch als sein erster, da über vier Jahre gewachsen – seiner Eingebundenheit bestraft.

„Für Schutz und Erhalt der Bindungen unseres Pflegekindes L., an uns, seine soziale Familie!“ – so heißt unsere Petition, die wir am 2.12.2012 gestartet haben.                 
Seit dem 25.10.2012 hat das Kind keinen Kontakt zu uns. Eine freundliche schriftliche  Anfrage bei seinen leiblichen Eltern durch unsere Anwältin, uns doch eine Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu nennen, erhielt keine Antwort. Päckchen, die wir ihm zu seinem Geburtstag und zu Ostern schickten, kamen ungeöffnet zurück.
Ein Kind ist kein Besitz, auch nicht der Besitz seiner leiblichen Eltern!
Wir wollen, dass durch eine neutrale Person – nicht Jugendamt, nicht Verfahrensbeistand – das Kindeswohl überprüft wird und dem Kind Gelegenheit gegeben wird, mit uns, seiner sozialen Familie, Kontakt zu haben und es dadurch die Brücken zu seiner abgerissenen Vergangenheit wieder schlagen kann.
Die Anzahl der Menschen, die sich in diesem Sinn mit dem Kind, mit uns und der Petition verbunden fühlen, ist um vieles größer als die der wenigen Personen, die in dieser Angelegenheit meinten, zu lebenswichtigen Entscheidungen über das Leben dieses Kindes berechtigt zu sein.



Mit freundlichen Grüßen

Stefanie Rabenschlag
Edeltraud Trautnitz


Lambrecht, 24.04.2013



*




Donnerstag, 28. Februar 2013

Ich sitze hier und ...



Nachdem wir am 10.01.2013 zu unserer eingereichten Petition
nach Aufforderung durch den Bürgerbeauftragten schriftlich Stellung bezogen,
erreichte uns nun vorgestern, am 26.02.2013,
die Stellungnahme der Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises
bzw. des Ludwigshafener Zentrums für individuelle Erziehungshilfen (LuZIE).

Wer dieses Antwortschreiben gerne lesen möchte,
kann sich per Mail an mich wenden:


Ich kann es dann online zusenden.



Wir können uns auch diesmal wieder zum Ergebnis der Ermittlungen äußern.


*






Bild: Marie-Luise Beyer



Donnerstag, 24. Januar 2013

Dreizehn Wochen



Auf diesem Foto, 
Kind, 
fühlen deine Hände den ersten Schneeball.
Es war im Februar 2009;
du warst elf Monate alt;
seit drei Monaten lebtest du bereits bei uns.
Wir konnten schon Spaziergänge unternehmen
ohne den transportablen Sauerstofftank,
den wir in der ersten Zeit immer dabei hatten.
Nach den vielen Krankenhausmonaten
stauntest du vor allem über die großen Bäume hier in unserem Wald.
Und wir waren froh, 
dass ihr Sauerstoff für die Regeneration deiner Lunge sorgte.
Bei jedem Wetter waren wir draußen.


*


Zu unserer an den Bürgerbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz
gerichteten Petition haben wir auf dessen Aufforderung 
umfangreich schriftlich weitere Sachverhalte angeführt.
Ebenso haben zwei Menschen, die die Petition mit unterzeichneten,
 Informationen und Stellungnahmen an Herrn Burgard,
den Bürgerbeauftragten, geschickt.

Herr Burgard schreibt,
er werde all dies in seine Ermittlungen einbeziehen.


*




Donnerstag, 13. Dezember 2012

Sieben Wochen

Heute ist es sieben Wochen her, dass L. weggebracht wurde.
Sieben Wochen, in denen wir nichts von ihm gehört haben.
Sieben Wochen, in denen er nichts von uns gehört hat,
wir uns nicht gesprochen oder gesehen haben.
Davor haben wir vier Jahre lang miteinander gelebt. Tag und Nacht.

In der Petition, in der wir für L. Unterschriften sammeln, 
haben viele Menschen ihre Gedanken und Wünsche geschrieben:


"Das KIND steht im Mittelpunkt, nicht die Mutter, die Pflegemutter oder finanzielle Interessen des Staates. Diesem in Deutschland geltenden Grundsatz entspricht es nicht, wenn ein Kind in der beschriebenen Form aus seiner vertrauten Umgebung genommen wird. Ich habe L. erlebt, als er in seine Pflegefamilie kam und später in regelmäßigen Abständen. Seine Entwicklung war ermutigend mit anzusehen. Wie kann es sein, dass es L. verwehrt wird, Kontakt mit seinen Vertrauenspersonen aufzunehmen? Die Schäden für das Kind nehmen von Tag zu Tag zu. Das kann unsere Rechtsordnung nicht wollen. Ich wünsche L. einen "Anwalt", der an der zuständigen und Einfluss zu nehmen bereiten Stelle gehört und verstanden wird. Es könnte in Deutschland so vielen Kindern geholfen werden, es gäbe Viele, die sich engagieren wollen, warum macht man es ihnen und damit den Kindern so schwer?"

"Aus meiner Familie kenne ich einen ähnlich gelagerten Fall und weiß, wie viel Leid dem betroffenen Kind geschehen ist - habe erlebt, mit welcher unvorstellbaren Härte und Kälte von Seiten des zuständigen Jugendamtes gehandelt wurde - wie verzweifelt und voller Sorge die Pflegeeltern waren....obwohl wir uns nicht persönlich kennen, kann ich mir ansatzweise vorstellen, wie es ihr und ihrer Familie geht. Ich hoffe für L. und die Familie Rabenschlag, dass ihr Zugang zu L. gewährt wird, um ihn zu trösten und ihm nahe zu sein. Erst einmal das ... Hoffnungsvolle Grüße"

"Ich bin erschüttert von der Gefühllosigkeit, mit der diese Sache auf dem Rücken des Kindes ausgetragen wird. Auch wenn die leiblichen Eltern ein Recht auf ihr Kind geltend machen, darf das doch nicht gewaltsam durchgesetzt werden, indem man es aus allem, was ihm vertraut ist, herausreißt! Müssten nicht alle erwachsenen Beteiligten in Ruhe und mit einer guten Begleitung durch kompetente Berater/innen versuchen, dem Wohl des Kindes gerecht zu werden?"

"(Darf als offener Brief behandelt werden): Ich müsste entsetzt sein über das herz- u. erbarmungslose Vorgehen der Jugendamts"weiblichkeiten". Ich bin aber nicht entsetzt, weil man von diesen Anstalten (verlogen "Jugendämter" genannt) gewohnt ist, dass dort bisweilen die Idiotie blüht. "Zum Wohle des Kindes" - welcher Hohn! - lässt man herzlos anmutende Mitarbeiter/innen ebenso herz- wie gnadenlos schalten und walten und Schutzbefohlenen (und hilfsbereiten Menschen) seelischen Schaden u. seelische Grausamkeit zufügen. Das ist Folge, wenn kraft Amtes Menschen eine Macht ausüben dürfen, die adäquat anzuwenden ihnen aber die nötige Reife, die nötige Persönlichkeit und der erforderliche Charakter fehlen. Aber auch in einem Amt können inkompetente Menschen nur in dem Rahmen Schindluder treiben, in dem es die Amtsleitung erlaubt. Der Geist derselben spiegelt sich in den Mitarbeiter/innen wider. Feige versteckt sich dann die Anstaltsleitung (unter "Amt" stelle ich mir etwas ehrwürdiges vor) hinter Datenschutz, etc. Für das Eingestehen von Fehlern gibt es aber keinen Datenschutz. Nur schlechten Charakter. Und diesem ist das Kind schutzlos ausgeliefert. "Zu seinem Schutz". Hahaha. Wer schützt endlich Schutzbefohlene vor (auch charakterlich?) inkompetenten Anstalts-Mitarbeiter/innen? Wo bleibt die so vielbeschriehene Qualitätssicherung? Wie fachlich qualifiziert u. kompetent - im Vergleich zu den bisherigen Pflegepersonen, ist die Bereitschaftspflegefamilie? Ich nehme an, charakterlich auf gleicher Ebene; ich unterstelle bzgl. der Herzens- u. Nächstenwärme das Gleiche. Aber auch fachlich? Liegen die fachlichen Kompetenzen dort nicht vielleicht auf anderem Gebiet? Inwieweit es sinnvoll sein könnte, eine Zwischenpflegestation dem Kind zuzumuten und inwieweit es sinnvoll ist, diese Pflegeeltern ebenfalls seelischem Stress auszusetzen, maße ich mir nicht an, zu beurteilen. Aber ich missbillige auf das Schärfste den schon kriminell anmutenden "Kindesraub". Eine überfallartige Kindesentführung (nicht im rechtlichen, aber im moralischen Sinne) war es allemal. Ein charakterliches Armutszeugnis für Anstalt, Leitung u. Ausführende! Pfui Teufel! German Gollkofer"


Viele weitere unterstützende Worte finden sich hier in der Petition.

Wir danken an dieser Stelle allen Menschen, die bisher unterzeichnet haben und ebenso allen Menschen, die uns hier durch ihr Mitfühlen und ihre Anteilnahme begleiten, 
Schritt 
für 
Schritt.






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Sonntag, 2. Dezember 2012

Petition

Wir haben gerade eine Petition geschrieben.
Sie ist gerichtet an den Bürgerbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz,
Herrn Dieter Burgard.
Auf diese Weise sammeln wir online Unterschriften.
Wer sich beteiligen möchte, bitte auf den Link klicken und unterschreiben:

Petition