Sonntag, 16. Dezember 2012

Unterschrift



Der kleine Junge, um den es hier geht, ist vier Jahre und neun Monate alt.
Er kam in unsere Familie, als er acht Monate alt war.
Hier ist er aufgewachsen, ist zu dem geworden, der er jetzt ist.
Seine leibliche Mutter sagte, er würde gar nicht mehr leben, wenn er nicht zu uns gekommen wäre.

Wir, seine soziale Familie, sind der tiefsten Überzeugung, dass er sein Leben bei uns weiterführen möchte.
Deshalb gehen wir diesen Weg, der schon so lange durch die gerichtlichen Instanzen führt.







Wir wünschen, 
dass das Kind nicht Opfer von Amtsmacht und Finanzplanungen wird;
dass das Kind in seiner Würde ernst genommen wird; 
dass seine zu uns eingegangenen Bindungen wertgeschätzt und erhalten werden; 
dass ihm seine Neigung und Liebe zu uns nicht abgesprochen werden; 
dass seine Seele und ihr Leid nicht geleugnet werden.


Wir als Pflegefamilie bedauern sehr, dass es seit zwei Jahren nicht zu  Gesprächen zwischen uns und dem Jugendamt, der Herkunftsfamilie und dem Verfahrensbeistand  kommt, sondern ausschließlich  in Gerichtssälen durch Vorabstellungnahmen Meinungen und Urteile entstehen.

Dieses unprofessionelle Verhalten bei der Wahrnehmung des Kindes hat seinen Höhepunkt in der nahezu hilflos anmutenden Gewaltaktion des Jugendamtes Rhein-Pfalz-Kreis in Kooperation mit dem Ludwigshafener Zentrum für individuelle Erziehungshilfen (LuZIE) vom 25. Oktober 2012,
als das Kind auf offener Straße abtransportiert wurde.



Am Dienstag, den 18. Dezember 2012, um 15:10 Uhr, 
ist der Termin einer weiteren Gerichtsverhandlung.









Wer für unsere Petition online mitstimmen möchte, 
kann das hier tun:








Kommentare:

  1. Ich werde in guten Gedanken bei euch sein.

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  2. ...und mir an passender Stelle was einflüstern, bitte!

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  3. Wenn ich an ihn denke, wie er da bei uns im Garten gespielt hat, wie er auf dem Sofa Geschichten gehört hat und dann an die jetzige Situation, er an diesem andern Ort, verwirrt, verunsichert, mit Sehnsucht nach etwas, was er vielleicht gar nicht benennen kann, weil er dafür noch gar kein Bewusstsein hat, dann kommt es mir vor, als hätte ich ein kleines Pflänzchen vor mir, das im Sturm steht und keine andere Wahl hat, als sich zerzausen und knicken zu lassen. Ich möchte ihn halten, trösten, in den Arm nehmen, ...
    Und ich möchte diesen Menschen, die ja hier nie zu Wort kommen, in die Augen blicken, möchte verstehen, wie sie denken und fühlen, möchte spüren, wofür ihr Herz brennt...
    ... und kann dir nicht einmal ein paar Taschentücher reichen in die dunkle, lange Nacht.
    Alles Liebe
    Gabriela

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